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Deutsch-französisches Musikantentreffen im Elsass

Auf ein besonderes Jubiläum kann das Orchestre Roger Halm zurückblicken. Es feiert in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es schon am 14. März in Mutzig im LE DÔME ein Jubiläumskonzert. Zu Gast war kein geringer als Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten, der einen Teil seiner Abschiedstournee „Mein Finale“ als Doppelkonzert mit dem Orchestre Roger Halm bestritt. Die zwei Orchester kennen sich seit Jahren sehr gut und saßen nun mittlerweile zum sechsten Mal auf derselben Bühne.

Als weiteres Highlight im Jubiläumsjahr gab es nun ein gemeinsames Konzert, zu dem das Orchestre Roger Halm zwei Gastkapellen aus Deutschland eingeladen hatte. Die Don Bosco Musikanten aus Bamberg und die Bembel Musikanten aus Darmstadt.

Den Anfang in der vollbesetzten Festhalle von Blaesheim machte der Gastgeber, das Orchestre Roger Halm selbst. Die erste Polka mit dem bezeichneten Titel, „Einfach Spaß mit Blasmusik“ von Pascal Zumstein, gab gleich die Richtung vor. Dieser Spaß verbreitete sich schnell auf Musiker und Publikum. Das Orchestre Roger Halm begeisterte mit traditioneller elsässischer und böhmischer Blasmusik sowie mit verschiedenen Soloeinlagen. Besonders eindrucksvoll dargeboten wurden die drei Solostücke „Zwei beste Freunde“ für Tenorhorn/Bariton mit den Solisten Grégory Schaeffer und Yannick Hornecker, das Trompetensolo „Es ging ein Jäger durch den Forst“ mit den Solisten Christophe Leicht und Thierry Wigishoff und das Klarinettensolo „Slowak Czardas“ mit dem Solisten Pascal Zumstein.
Da auch 6 Komponisten in den Reihen das Orchesters sitzen, die junge frische elsässische Blasmusik schreiben, wurden natürlich auch Eigenkompositionen gespielt. Darunter auch einige Stücke, die vom Gesangsduo Laurence Bergmiller und Roger Halm hervorragend intoniert auf elsässisch dargeboten wurden.

Den zweiten Teil übernahmen dann die Don Bosco Musikanten aus Bamberg. Sie starteten mit dem „Don Bosco Eröffnungsmarsch“, den ihr musikalischer Leiter Kornel Hetterich komponiert hat. Dann folgten bekannte Melodien von Ernst Mosch. Damit haben sie genau den Nerv des Publikums getroffen. Auch neuere Walzerkompositionen wie der Sommernachtswalzer von Herbert Pixner oder der Walzer „Dieser Moment, wenn“ von Alexander Stütz begeisterten die Zuhörer. Das sehr aufmerksame Publikum war voll mit dabei und sparte nicht mit Applaus. Die Don Bosco Musikanten bedankten sich mit ihrem Auftritt für die Einladung, die als Gegenbesuch zum Besuch des Orchesters Roger Halm beim letztjährigen Herbstfest der Don Bosco Musikanten  ausgesprochen wurde.

Als dritte Kapelle des Blasmusiknachmittags sorgten die Bembel Musikanten unter der Leitung von Matthias Joos für einen schwungvollen Abschluss des Tages. Mit ihrer ehrlichen und rasanten Blasmusik zogen sie das Publikum sofort in ihren Bann. In ihrer besonderen, kleinen Blechbesetzung mit Akkordeon präsentierten die Musiker eine bunte Mischung aus Klassikern der Blasmusik, modernen Arrangements und solistischen Bravourstücken – stets mit einem Augenzwinkern und hörbarer Spielfreude. Dabei stand nicht im Vordergrund, was gespielt werden muss, sondern was wirklich Spaß macht – und das spürte man bei jedem Ton.

Herausragende solistische Glanzpunkte setzten Harald Kirschner an der Tuba sowie das Hochblech, angeführt von Veit Langeheine am Flügelhorn. Mit ihrem unverwechselbaren Sound und sympathischen Auftreten schufen die Bembel Musikanten einen mitreißenden Abschluss, der das Publikum begeistert zurückließ.

Fazit des Konzerttages: Die drei Orchester bewiesen eindrucksvoll, dass gute Laune, handgemachte Musik und echte Freundschaft die besten Zutaten für unvergessliche Blasmusikmomente sind.

Womit sich die hohe Politik oft schwer tut ist bei den Blasmusikern kein Thema. Europa ist in der Musik vereint und kennt keine Ländergrenzen.

Veröffentlicht am 09.11.2025
Kategorie: Aktuelle Nachrichten